Grüne Chemie: Produktion nach Europa zurückholen – mit Sonja Jost, DUDE CHEM | DeepDive CleanTech #115

In dieser Folge von DeepDive CleanTech spricht David Wortmann mit Sonja Jost, Mitgründerin und CEO von DUDE CHEM, über die nachhaltige Produktion von Medikamenten. Die konventionelle Wirkstoffherstellung ist erdölbasiert, verursacht mehr CO2-Emissionen als die Automobilbranche und hängt weitgehend an Lieferketten aus Indien und China. Gleichzeitig gibt es in Europa über 300 Wirkstoff-Engpässe, während viele Produktionsanlagen freie Kapazitäten haben.

Sonja erklärt, wie DUDE CHEM mit den Prinzipien der grünen Chemie ansetzt: effizientere Synthesewege, weniger Reaktionsstufen, Produktion in Wasser statt in erdölbasierten Lösungsmitteln. Als virtueller Hersteller arbeitet das Berliner Unternehmen mit einem Netzwerk europäischer Lohnhersteller zusammen und konnte eine erste Wirkstoffproduktion aus Indien zurückholen, zu einem günstigeren Preis. Im Gespräch geht es außerdem um Gesundheitsversorgung als kritische Infrastruktur und die Frage, warum Nachhaltigkeit in der Chemie kein Kostenfaktor sein muss, sondern ein Kostenvorteil sein kann.

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In dieser Folge von DeepDive CleanTech spricht David Wortmann mit Sonja Jost, Mitgründerin und CEO von DUDE CHEM, über die nachhaltige Produktion von Medikamenten. Die konventionelle Wirkstoffherstellung ist erdölbasiert, verursacht mehr CO2-Emissionen als die Automobilbranche und hängt weitgehend an Lieferketten aus Indien und China. Gleichzeitig gibt es in Europa über 300 Wirkstoff-Engpässe, während viele Produktionsanlagen freie Kapazitäten haben.

Sonja erklärt, wie DUDE CHEM mit den Prinzipien der grünen Chemie ansetzt: effizientere Synthesewege, weniger Reaktionsstufen, Produktion in Wasser statt in erdölbasierten Lösungsmitteln. Als virtueller Hersteller arbeitet das Berliner Unternehmen mit einem Netzwerk europäischer Lohnhersteller zusammen und konnte eine erste Wirkstoffproduktion aus Indien zurückholen, zu einem günstigeren Preis. Im Gespräch geht es außerdem um Gesundheitsversorgung als kritische Infrastruktur und die Frage, warum Nachhaltigkeit in der Chemie kein Kostenfaktor sein muss, sondern ein Kostenvorteil sein kann.


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